Sponsorenlauf für die Freiplatz am 4. September 2010

August 9, 2010

Einmal mehr steht es kritisch um die finanzielle Lage der Freiplatzaktion. Deswegen organisiert die Freiplatzaktion am Samstag 04.09.2010 einen Sponsorenlauf in Zürich. Damit dies zu einem vollen Erfolg wird, sind wir angewiesen auf Ihre sportliche Beteiligung und/oder auf Ihre finanzielle Unterstützung der LäuferInnen. Auch einige HelferInnen werden gebraucht – weitere Infos erhalten Sie hier.

Jahresrechnung, Budget und Bilanz 2008/2009 mit Kommentar

Oktober 8, 2009

Erfolgsrechnung Stand Budget Vergleich Vergleich Vergleich Budget

31.12.08 2008 2007 2006 2005 2009







Ertrag












Spenden Allgemein 53′137.20 55′000.00 49′233.10 63′025.60 47′786.00 70′000.00
Spenden Löhne 30′475.00 35′000.00 38′200.00 42′458.50 33′355.00 35′000.00
Miedgliederbeiträge 18′630.00 20′000.00 15′200.00 26′461.60 11′975.00 20′000.00
Ertrag aus Arbeiten 8′525.00 5′000.00 3′935.00 14′452.00 15′290.40 5′000.00
Ertrag aus Sonderaktionen 964.95 0.00 0.00 0.00 3′027.95 0.00







Total Ertrag 111′732.15 115′000.00 106′568.10 146′397.70 111′434.35 130′000.00














Aufwand












Fachliteratur 193.40 150.00 132.50 101.60 144.90 200.00
Spesen Freiwillige 0.00 100.00 0.00 0.00 0.00 100.00
Hilfe AsylbewerberInnen 176.00 500.00 0.00 0.00 605.00 200.00
Medizinische Gutachten 0.00 100.00 0.00 60.00 1′580.40 1′500.00
Uebriger Asylaufwand 0.00 100.00 700.00 169.35 1′700.00 100.00
Total Asylaufwand 369.40 950.00 832.50 330.95 4′030.30 2′100.00







Rundbrief, Druck + Versand 6′464.35 7′000.00 6′483.50 9′044.95 10′860.05 6′500.00
Uebrige Oeffentlichkeitsarbeit 2′348.30 1′000.00 0.00 960.20 5′295.80 2′000.00
Total Oeffentlichkeitsarbeit 8′812.65 8′000.00 6′483.50 10′005.15 16′155.85 8′500.00







Bruttolöhne 79′200.00 84′000.00 86′356.85 86′120.80 75′600.00 81′600.00
Löhne Zivi 0.00 4′000.00 0.00 10′847.00 8′873.00 4′500.00
Abgabepflicht Zivi 0.00 1′000.00 536.00 3′059.00 1′856.00 1′200.00
AHV/ALV 6′061.20 6′750.00 6′608.35 6′502.70 5′785.65 6′300.00
BVG 2′226.65 4′000.00 3′539.30 4′659.75 4′192.60 4′000.00
NBU/KTG 1′457.70 1′700.00 1′579.80 1′537.10 1′317.00 1′500.00
Weiterbildung 0.00 200.00 0.00 220.00 15.00 200.00
Uebrige Personalkosten 470.00 500.00 300.00 926.50 0.00 2′000.00
Total Personalaufwand 89′415.55 102′150.00 98′920.30 113′872.85 97′639.25 101′300.00







Miete 8′734.00 7′800.00 7′848.00 7′800.00 7′575.00 8′000.00
Strom/Heizung/Wasser 425.75 300.00 792.45 428.95 3′027.25 400.00
Total Raumaufwand 9′159.75 8′100.00 8′640.45 8′228.95 10′602.25 8′400.00







Unterhalt/Rep./Anschaffung 53.80 500.00 0.00 546.85 11.10 1′500.00
Total Unterhalt 53.80 500.00 0.00 546.85 11.10 1′500.00







Betriebsversicherung 445.90 450.00 445.90 443.50 353.30 450.00
Total Sachversicherung 445.90 450.00 445.90 443.50 353.30 450.00







Büromaterial 1′679.44 3′500.00 1′582.77 3′553.25 3′255.85 2′000.00
Porti 1′295.00 1′100.00 1′017.00 1′124.10 1′236.00 1′300.00
Telefon/Internet/Homepage 2′827.60 3′500.00 3′434.80 3′504.40 2′959.90 2′800.00
Jahresbeiträge an Dritte 1′200.00 1′000.00 1′100.00 1′000.00 100.00 1′000.00
Honorare Dritte / Treuhand 3′228.00 3′250.00 3′228.00 3′228.00 3′228.00 4′250.00
Uebriger Verwaltungsaufwand 739.60 700.00 563.20 1′396.24 682.00 500.00
Total Verwaltungsaufwand 10′969.64 13′050.00 10′925.77 13′805.99 11′461.75 11′850.00







PC-/Bankspesen 317.68 300.00 315.55 286.40 248.95 300.00
Zinsertrag -374.80 -300.00 -357.10 -336.65 -289.30 -300.00
Total Finanzerfolg -57.12 0.00 -41.55 -50.25 -40.35 0.00







Rückstellung -7′437.42 0.00 0.00 0.00 -3′867.85 0.00
Rückstellung med. Gutachten 0.00 0.00 0.00 0.00 -1′500.00 0.00
Total Rückstellungen -7′437.42 0.00 0.00 0.00 -5′367.85 0.00














Total Ertrag 111′732.15 115′000.00 106′568.10 146′397.70 111′434.35 130′000.00
Total Aufwand 111′732.15 133′200.00 126′206.87 147′183.99 134′845.60 134′100.00







Verlust 0.00 -18′200.00 -19′638.77 -786.29 -23′411.25 -4′100.00
Gewinn


























Durchschnittlicher Aufwand 9′311.01
10′517.24 12′265.33 11′237.13
pro Monat 2008
2007 2006 2005

Aktiven














Postcheck 28′246.08
36′112.50
39′590.82
37′922.31
E-Depositokonto 35′168.70





ZKB 0.00
39′440.95
59′236.10
59′046.20
Abklärungskonto 0.00
0.00
0.00
2′185.30
Darlehen 0.00
0.00
400.00
0.00
Verrechnungssteuer 131.20
344.05
219.10
281.55
Aktive Abgrenzungen 223.80
666.00
1′812.50
0.00








Total Aktiven 63′769.78
76′563.50
101′258.52
99′435.36
















Passiven














Kreditoren 6′895.70
12′232.85
15′606.20
12′996.75
Rückstellung 3′935.58
11′373.00
11′373.00
11′373.00
Rückstellung med. Gutachten 3′500.00
3′500.00
3′500.00
3′500.00
Drittguthaben 0.00
0.00
0.00
0.00
KK Pensionskasse -2′969.10
-2′949.95
-1′267.05
-1′267.05
Passive Abgrenzungen 0.00
0.00
0.00
0.00
Abklärungskonto 0.00
0.00
0.00
0.00
Vereinsvermögen 1.1. 52′407.60
72′046.37
72′832.66
96′243.91
Vereinsvermögen 31.12. 52′407.60
52′407.60
72′046.37
72′832.66








Total Passiven 63′769.78
76′563.50
101′258.52
99′435.36








Loch in der Vereinskasse nur provisorisch gestopft

Bilanz und Erfolgsrechnung 2008, Budget 2009: Der finanzielle Verlust des letzten Jahres ist deutlich tiefer ausgefallen als budgetiert, die Finanzlage der Freiplatzaktion bleibt langfristig aber weiterhin kritisch.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung 2008

Kein Verlust aber auch kein Gewinn im Jahr 2008 – die Totale von Ertrag und Aufwand ergeben eine schwarz-rote Null! Bei genauerer Betrachtung wird jedoch ersichtlich, dass dieses Resultat etwas „frisiert“ wurde. Der tatsächliche finanzielle Verlust im Jahr 2008 beträgt nämlich Fr. 7′437.42. Der Vorstand beschloss nun, diesen Verlust über die Rückstellungen aufzulösen. Damit schliesst die Rechnung letztlich ausgeglichen. Immerhin: Der Verlust ist deutlich geringer ausgefallen als für das Jahr 2008 budgetiert. Allerdings trügt der Schein: Der geringer ausgefallene Verlust ist nicht durch einen Zuwachs im Ertrag erzielt worden, sondern insbesondere, weil der finanzielle Aufwand des Vereins – wie bereits im Vorjahr – nochmals deutlich reduziert wurde.

Im Jahr 2008 wurde erneut auf die tatkräftige Unterstützung eines Zivildienstleistenden verzichtet, obschon dazu rund Fr. 5′000.- budgetiert wurden. Tiefer als veranschlagt (und als im Vergleich zum Vorjahr) sind zudem auch die Lohnkosten (Bruttolöhne, AHV/ALV und BVG) für die beiden Festangestellten ausgefallen. „Eingespart“ wurde schliesslich auch beim Büromaterial und den Telefonkosten. Nennenswert über dem budgetierten Betrag liegen einzig die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit (begründet durch die Härtefallaktion der Freiplatz zwischen April und November 2008), Porti sowie Miete. Dies alles führt dazu, dass der tatsächliche finanzielle Aufwand im Jahr 2008 über Fr. 20′000.- tiefer ausgefallen ist als budgetiert. Es scheint jedoch, dass die Einsparungsgrenze nun definitiv erreicht ist. Praktisch alle Aufwandsposten sind im Jahr 2008 auf das Minimum zurückgefahren worden. Markante Einsparungen würden sich nur noch bei den Lohnkosten (d.h. durch eine Reduktion der Stellenprozente) erzielen lassen. Es sei an dieser Stelle nochmals betont, dass der tiefe Aufwand nur gehalten werden kann, wenn weiterhin auf die Unterstützung von Zivildienstleistenden verzichtet wird.

Um schwarze Zahlen zu schreiben oder zumindest die Finanzlage langfristig zu stabilisieren, müssen somit die Einträge künftig zwingend gesteigert werden. Eine signifikante Tendenz in diese Richtung ist jedoch weiterhin nicht sichtbar (zum kleinen Lichtblick, vgl. Erläuterungen zum Budget 2009). Die Einnahmen aus allgemeinen Spenden und Lohnspenden sowie aus Mitgliederbeiträgen liegen für das Jahr 2008 um über Fr. 7′700.- tiefer als veranschlagt. Die Korrektur nach oben erfolgt einzig durch die höheren Erträge aus Arbeiten (gewonnene Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht) sowie durch Einnahmen aus der Härtefallaktion. Zudem konnten die Erträge aus den allgemeinen Spenden, Lohnspenden und Mitgliederbeiträgen im Vergleich zum Jahr 2007 nicht gesteigert werden. Die Zunahme in den Bereichen allgemeine Spenden und Mitgliederbeiträge wurde durch die rückläufigen Lohnspenden praktisch egalisiert.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass das Vereinsvermögen, welches am 31. Dezember 2008 Fr. 52′407.50 betragen hat (vgl. Bilanz), bei weiterhin stagnierenden Erträgen aus allgemeinen Spenden, Lohnspenden und Mitgliederbeiträgen weiter schrumpfen wird, da das Einsparungsvermögen der Freiplatzaktion ausgereizt ist. Diese Prognose ähnelt somit derjenigen vom Vorjahr. Inzwischen darf jedoch die Vermutung geäussert werden, dass dieser Prozess wohl etwas weniger rasant erfolgen wird, als damals angenommen.

Erläuterungen zum Budget 2009

Das Budget für das laufende Jahr weicht in verschiedenen Punkten mehr oder weniger stark von demjenigen des Vorjahres ab. Am offensichtlichsten erfolgt die Abweichung bei dem um Fr. 15′000.- deutlich höher budgetierten Ertrag aus allgemeinen Spenden. Die Abweichung liegt in ausserordentlichen Einträgen aus einem Legat sowie aus einer Siftungsspende begründet. Bei den anderen Ertragsposten sind jedoch keine Veränderungen vorgenommen worden. Die Freiplatzaktion geht somit von leicht steigenden Mitgliederbeiträgen sowie zunehmenden Lohnspenden aus, derweil der Ertrag aus Arbeiten tiefer budgetiert wird, als er im Jahr 2007 faktisch erreicht wurde.

Trotz dem höher budgetierten Ertrag bleibt die Berechnung des Aufwandes indes praktisch identisch mit derjenigen des Vorjahres. In nennenswerter Weise angehoben wurde einzig der für medizinische Gutachten zur Verfügung stehende Betrag (innerhalb Posten Asylaufwand), weil im laufenden Jahr bereits verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben wurden. Zudem erfolgte eine leichte Erhöhrung in den Budgetposten Öffentlichkeitsarbeit und Unterhalt. Der budgetierte Personalaufwand fiel dem gegenüber sogar leicht geringer aus als im Vorjahr. Da somit die Einträge steigen, der (veranschlagte) Aufwand jedoch in etwa gleich bleiben soll, wird für das laufende Jahr mit einem verhältnismässig geringeren Verlust (Fr. 4′100.-) gerechnet.

Die zusätzlichen Einnahmen werden somit vorwiegend zur Entlastung des Büros bzw. der Ratsuchenden eingesetzt – und zwar nicht mehr nur als (letztendlich nicht eingetretener) „Notfall“, wie im letzten Jahr, sondern tatsächlich: Nach zweieinhalb Jahren Unterbruch wird sich die Freiplatzaktion erstmals wieder einen Zivi leisten können! Durch den Zivildienstleistenden wird die Freiplatzaktion während der gesamten Sommer-(Ferien)zeit den Beratungsbetrieb aufrecht erhalten können.

Samuel Häberli